Liebstes glutenfreies Körnerbrot

Seit Februar gehöre ich auch zur Fraktion der glutenfreien. Nach zwei Monaten, in denen ich diverse Brotrezepte von diversen xyz-freien Blogs ausgetestet habe, habe ich vor einer Weile das erste Brot gebacken, das ich richtig gut finde. Und siehe da: ich hatte nicht mal ein Rezept dafür. Ich habe einfach Zutaten zusammen geworfen und auf mein Gefühl gehört.

Keines der Rezepte im Internet hat mich wirklich überzeugt. Zu langweilig, zu bröselig, viel zu matschig, … irgendwas war immer. Da kam das kleine Erfolgserlebnis genau richtig. Es hat mich darin bestärkt, das alles als Herausforderung zu sehen und vor allem auf meine inneren Rezeptideen zu hören ;). Egal worauf ich verzichten muss – ich werde mir immer irgendwelche Leckereien suchen! Los geht’s:

  • 1 1/2 Tassen Stärke (Mischung aus Kartoffelmehl & Maisstärke) (ca. 200g)
  • 1 Tasse Braunhirsemehl oder Reisvollkornmehl (ca. 150g)
  • 1/2 Tasse Teffmehl (ca. 80g)
  • 1/4 Tasse Hanfmehl (ca. 40g)
  • 30g Sesam
  • 30g Kürbiskerne
  • 20g Leinsamen
  • 4g Salz
  • 1,5 TL Trockenhefe
  • 2 TL Backpulver
  • 1 TL Agar Agar vermischen und mit
  • 1 1/2 – 1 3/4Tassen Wasser zu einem glatten Teig rühren. (Von der Konsistenz her ähnelt er eher einem Rührteig als einem Brotteig)
  • 1 Stunde gehen lassen, noch einmal durchrühren, in die gefettete Kastenform geben, wieder 1 Stunde gehen lassen
  • Bei 180-200°C ca. 40 Minuten backen.
Lieblingsbrot
Lieblingsbrot
Lieblingsbrot
Lieblingsbrot

Kleiner Tip: dieses Brot schmeckt in Kombination mit dem leckeren Antipasti-Aufstrich einfach göttlich. Jetzt wo ich davon erzähle… ich glaub, ich schmier mir gleich noch eins!

Ich backe das Brot übrigens so, dass ich es am ersten Abend frisch essen kann. Danach schneidet der Mann es mir in Scheiben (er kann das besser als ich…) und ich friere es ein. Je nach Bedarf taue ich die Scheiben dann im Toaster wieder auf. So schimmelt es nicht und wird auch nicht zu einem steinharten Klotz.

Die Mehlsorten gibt es übrigens alle im Bioladen. Auch wenn ihr keine Glutenunverträglichkeit habt, könnt ihr einen Teil des Mehls beim Brotbacken durch Hirse- Teff- oder Hanfmehl ersetzen. Das ist gut für die Proteinbilanz und biologische Wertigkeit des Brotes. Zu diesen Themen plane ich auch noch Artikel… hoffentlich komme ich bald dazu!

Antipasti-Aufstrich

Antipasti-AufstrichFür das heutige Abendessen habe ich uns ganz fix einen Aufstrich gezaubert. Die gekauften kommen wegen diverser Unverträglichkeiten zur Zeit leider nicht in Frage. Umso begeisterter war ich, wie schnell meine Rezeptidee umgesetzt war und wie lecker das Ergebnis war.

Der Aufstrich macht sich sicher auch gut als Dip zu Gemüse, Bratlingen, zum Bestreichen von Wraps oder sogar als Grillsauce! Für die Histaminfreien: ich benutze ihn auch statt Tomatensauce für die Pizza!

Wie lange er sich hält, kann ich nicht sagen. Da es so lecker, gemüsig und gesund ist und ich sowieso Belag mit Brot esse und nicht Brot mit Belag ist unsere Portion bei einem Abendessen schon fast vernichtet worden 😉 so geht’s:

  • 2 gehäufte EL reines (!) Paprikamark (aus dem türkischen Lebensmittelladen) mit
  • 1/3 EL Sambal Oelek (ohne Branntweinessig und Tomatenmark für die Histaminfreien) vermischen.
  • 1 Stück Zucchini, 1 Stück Aubergine (jeweils ca. 5cm) und 1/4 oder 1/2 rote Zwiebel (je nach Größe) würfeln und mit etwas Öl braten, bis das Gemüse gar ist
  • Gemüse zu den restlichen Zutaten geben, außerdem eine kleine Zehe Knoblauch dazu geben
  • Pürieren, abschmecken mit etwas Zitronensäure, Salz und Pfeffer und Kräutern eurer Wahl (Schnittlauch, Basilikum, Bärlauch, oder getrocknete Kräuter wie Majoran, Oregano oder Thymian).
  • Fingerdick auf’s Brot schmieren und Freude daran haben!

Wer nicht histaminarm isst, kann auch Tomatenmark nehmen. Das habe ich allerdings nicht probiert. Ich bin jedoch vom Paprikamark total begeistert, es lohnt sich, das dafür zu kaufen (ist auch nicht teuer). Ich werde mir sicherlich noch die eine oder andere weitere Anwendungsmöglichkeit einfallen lassen!