Sommerloch – Inselzelten

Hallo zusammen, lange habe ich mich nicht mehr gemeldet! Unser zweiwöchiger Inselurlaub war nur einer der Gründe, irgendwie war bei mir ein bisschen die Luft raus. Ich bin ein Meister darin, alles gleichzeitig sofort und perfekt erreichen zu wollen – das ist natürlich eine Utopie. Und es führt leider zu oft dazu, dass ich angesichts dieser Unmöglichkeit gar nicht erst mit irgendwas anfange. Deswegen fordere ich mich in regelmäßigen Abständen dazu heraus, das zu ändern (jetzt ist es mal wieder soweit ;)). Und zwar so lange, bis ich es schaffe! Wenn es klappt, äußert sich das hier bestimmt auch wieder in regelmäßigen Beiträgen.

Gesehen: Going North // Exploring the Wild of the Canadian Rockies

Ich glaube dieses kleine Schätzchen unter den Youtube-Videos habe ich euch bisher vorenthalten. Jeder zweite hat eine fancy Spiegelreflex und/oder GoPro, aber wer von uns setzt sich auch tatsächlich auf den Hosenboden und  macht was draus? Die Zeit der Fotoalben ist ja doch irgendwie vorbei, aber besonderen Lebensabschnitten muss doch irgendwie schon Tribut gezollt werden. Zu schade wäre es, wenn all die schönen Erinnerungen auf der Filmrolle verblassen in den Untiefen der Ordnerstruktur auf der externen Festplatte verschwinden… oder nicht?

Unser lieber Freund Patrick hat den mutigen Versuch unternommen, in viereinhalb Minuten von seiner Zeit in Kanada zu erzählen. Sooft ich das Video auch gucke, ich sitze immer wieder staunend und sprachlos vor meinem Laptop und freue mich über sein Talent und die Schönheit der Natur.

GOING NORTH

Da fällt mir ein, dass die Bilder unseres letzten großen Abenteuers auf meiner Festplatte versauern… das muss sich ändern!

In eigener Sache: Rettet unsere Hebammen!

Auch wenn ich noch weit davon entfernt bin, irgendwann ist es soweit. Und wenn es soweit ist, dann möchte ich, dass mich eine Hebamme zu Hause betreuen kann!!! Ich bin schockiert, dass ein so wichtiger und traditioneller Beruf (zumindest freiberuflich) regelrecht ausgemerzt wird und die Politik (bis jetzt) nichts dagegen unternimmt. Mal wieder eine wichtige, unterschreibenswerte Petition.

Viel mehr zu dem Thema sagen können aber Svenja von l’inutile, und die anderen Blogger, die dort verlinkt sind. Direkt zur Petition geht es hier.

In eigener Sache: „Monsanto – mit Gift und Genen“

Heute gibt’s mal wieder einen neuen Link bei „Gesehen“. Es geht um ein Thema, welches mir sehr am Herzen liegt, Ernährung und Landwirtschaft. Es ist eine längere aber sehenswerte Doku über Monsanto, GVOs (gentechnisch veränderte Organismen), deren Zulassung in Amerika, Auswirkungen des weltweiten Anbaus und die Rolle der FDA (Food and Drug Administration), Lebensmittelüberwachungs- und Zulassungsbehörde für Arzneimittel in Amerika.

Wer Monsanto nicht kennt: ein Agrar/Biotechnologie/Cehmiekonzern, welcher weltweit Saatgut und Herbizide (Unkrautvernichtungsmittel) vertreibt, auch GVOs.

Das Thema ist sehr aktuell und für den Laien zugegebenermaßen schwer zu durchblicken. Trotzdem versuche ich, mich damit auseinanderzusetzen. Ich will wissen, in welcher Welt ich lebe und ich will Einfluss auf die Welt nehmen, die ich meinen Kindern einmal hinterlassen werde.
In diesem Zusammenhang kann ich übrigens auch das Buch „Food Crash – wir werden uns ökologisch ernähren oder gar nicht mehr“ sehr empfehlen. Wer mich kennt darf sich das auch gerne bei mir ausleihen 😉

Auch wenn ich nur eine von milliarden Menschen auf dieser Erde bin – ich bestimme selbst, wie ich mich verhalte und ich habe den Anspruch das so verantwortungsvoll und bewusst zu tun, wie ich kann. Das gilt für den Umgang mit anderen Menschen, der Umwelt, mir selbst, für mein Kaufverhalten undundund. Perfektion anzustreben ist dabei wohl eher kontraproduktiv und ich will auch nicht behaupten, dass ich mich zu 100% korrekt verhalte – im Gegenteil!!! Aber wenn ich mich über etwas informiere oder etwas lerne, dann kann ich es auch in mein (Kauf-)Verhalten integrieren.
Ich finde es wichtig, dass wir das alle tun. Denn es macht einen Unterschied, ob ihr für eine Packung konventionelles Mehl 30 cent bezahlt oder ein zertifiziertes für 1 Euro kauft. Dass es nur eine kleine Verbesserung ist und ja längst nicht ausreicht sind ja immer die Lieblingsargumente gegen Bioeier und Demeter-Dinkelmehl. Ist das ein Grund, es daher ganz bleiben zu lassen? Wie gesagt, man kann nicht alles richtig machen. Aber jeder findet irgendwo bei sich eine winzige Kleinigkeit, die er ändern kann. Und das sollten wir dann auch tun!

Besonders aktuell wird das jetzt auch durch das transatlantische Freihandelsabkommen TTIP zwischen den USA und der EU (u. a.). Die Verhandlungen darüber werden unter Ausschluss der Öffentlichkeit und der nationalen Parlamente von Industrielobbyisten geführt. Wer die heute Show am Freitag geguckt hat nicht nur gesehen, dass ein Vertreter der deutschen Industrie auf die Frage, ob das denn noch demokratisch ist mit den Worten „demokratisch ist es nicht, aber was ist schon in diesem Leben demokratisch“ geantwortet hat, sondern auch, dass die IHK Bayern dies in ihrer Stellungnahme so einschätzt: „Die Verhandlungen dürfen ferner nicht zu früh von wirtschaftsfremden Themen, wie z. B. von sozialen und ökologischen Belangen sowie vom Verbraucherschutz, überlagert werden.“

Einmal verabschiedet, kann das Abkommen nur noch geändert werden, wenn alle Beteiligten den Änderungen zustimmen.
Dass das gesamte Thema so an uns vorbei geschleust wird, ist einfach nur traurig. Statt Nachrichten und Kommentaren über Petitionen gegen Markus Lanz sollten vielleicht lieber über so etwas mal etliche Artikel täglich veröffentlicht werden. Und mehr Leute könnten einfach mal hier vorbei schauen, vielleicht ist ja mit Demokratie doch etwas zu bewegen 😉 Ich habe die Petition unterschrieben. Was mit Markus Lanz passiert, ist mir egal.

Danke für’s durchlesen. Im nächsten Beitrag gibt’s wieder Bilder, versprochen!