Knoblauch-Würzpaste

Beim letzen Heimatbesuch haben wir mal wieder eine Tüte voller frisch geschnittener Kräuter abgestaubt. Wir sind zwei große Knoblauch- und Kräuterfans, daher habe ich beschlossen, mit den Kräutern eine Würzpaste zu machen. Mit dem Ergebnis bin ich durchaus zufrieden, die Paste eignet sich prima zum Einlegen von Oliven, für Salatsauce, zu Nudeln oder als Würze für Saucen, den Eintopf oder die Gemüsepfanne. Lecker ist sie auch ganz dünn auf dem Brot, zusätzlich zum normalen (herzhaften) Belag. Ich kann sie mir auch gut in der Marinade für den Gemüsespieß vom Grill vorstellen.Knoblauch-Würzpaste

Welche Kräuter man nimmt, ist eigentlich völlig egal. Sehr gut kann man mit der Kräuterauswahl allerdings die Geschmacksrichtung vorgeben. Schnittlauch oder Petersilie stelle ich mir lecker im Gemüsedip oder der Salatsauce vor, Majoran, Rosmarin & Co dafür vielleicht zu den Oliven oder Nudeln. Da solltet ihr selbst experimentieren 😉 hier kommt erstmal das Rezept für meine Paste vom letzten Wochenende:

  • 50g Knoblauch
  • 8g frischer Majoran
  • 10g frischer Rosmarin
  • 5g frische Pimpinelle
  • 2g frische Minze
  • 5g Salz
  • 4EL Olivenöl
  • Kräuter waschen, dann alle Zutaten gründlich pürieren, in ein sauberes Glas abfüllen, fertig!

Knoblauch-WürzpasteSie hält sich inzwischen übrigens seit einer Woche im Kühlschrank ohne Schimmelanzeichen. Die Rezepte, die so im Internet kursieren sehen deutlich größere Salzmengen vor; dann hält sich die  Paste auch einige Monate und man kann den Knoblauch damit in der Saison haltbar machen. Übrigens ist natürlich auch eine Paste nur mit Knoblauch möglich, wenn man den Knoblauch pur haltbar machen möchte.

Von Zwangspausen, Auftragsarbeiten und einem Ausflug in die Heimat

Hallo zusammen! Unfreiwillig musste ich ein kleines Päuschen vom Bloggen einlegen. Wie das am Ende des Semesters so üblich ist, saß ich von morgens bis abends am Schreibtisch…Klausurenphase… es gab viel zu tun, aber seit Dienstag bin ich durch und habe mich dann erstmal 3 Tage hinter der Nähmaschine verschanzt.

AuftragsarbeitHeute gibt’s daher mal einen ersten Einblick in die Projekte der letzten Tage. Ganz oben auf der Liste standen ein Sommerblazer & aus dem restlichen Stoff ein paar Shorts für meine Schwägerin. (Aus der Ferne zu nähen ist garnicht so leicht. Ich hoffe, dass beides passt!!!)

Übrigens: ich habe oben noch eine neue Seite eingefügt: „Auftragsarbeit“. Da ich nun doch ab und an mal Aufträge bekomme, lohnt sich eine eigene Kategorie. Und ein bisschen Werbung in eigener Sache mache ich dann doch auch gerne 😉

Außerdem ging es für uns dieses Wochenende in die Heimat, wo wir bei der Beerenernte helfen durften. Johannisbeeren (rot & schwarz), Himbeeren und  Felsenbirne (kleine, süße, dunkle Beeren von einem Baum) haben wir gepflückt.
Heute Mittag wurde dann mit viel Sauerei entsaftet und gerade gekocht und in Gläser gefüllt. Das Ergebnis:

  • 3x Schwarze Johannisbeere mit Felsenbirne
  • 6x Himbeere, 3 davon mit gehackten Mandeln
  • 4x Rote Johannisbeere
Marmelade
Marmelade
Marmelade

Das Verhältnis dürfte sich so um die 1:3 bewegen. Zum Einsatz gekommen sind außerdem Vollrohrzucker (schmeckt etwas malziger und macht sich gut in der roten Johannisbeere), Rohrohrzucker und Fruchtgel (siehe Erdbeermarmelade-Post)

Leider war keine Hefe mehr im Haus, sonst hätten wir gleich noch einen Stuten in den Ofen geschoben und die Resultate heute Abend zum Nachtisch sozusagen probiert. Aber das muss dann noch warten bis nächste Woche!

So, jetzt gibt es aber erst mal einen leckeren Salat aus dem Garten zum Abendessen! Schönen Sonntag noch!

Aus der Einmachküche: Holunderblütensirup

Was aus dem kleineren Teil der Holunderblüten geworden ist, habt ihr ja schon gesehen. Aus dem Rest haben wir dieses Jahr endlich mal Sirup gekocht! Nach einem Rezept aus meinem Einmachkochbuch, allerdings leicht abgewandelt:

Zutaten
Zutaten
  • 30 Holunderblütendolden (mittelgroß) pflücken und von Tieren befreien, in ein großes, hitzebeständiges Gefäß geben, welches die nächsten 2 Tage nicht benötigt wird
  • 850g Rohrohrzucker mit
  • 1l Wasser aufkochen
  • 35 – 40g Zitronensäure und
  • 2 Bio Zitronen in Scheiben zugeben
  • kurz köcheln lassen
  • direkt über die Dolden gießen
Hollersirup
Hollersirup
Hollersirup
Hollersirup
3 Flaschen á 400ml

Den Sirup an einem kühlen Ort 2 Tage ziehen lassen, dann entfaltet sich das Aroma so richtig. Bei uns stand er im Kühlschrank und sobald wir die Tür geöffnet haben, wehte uns ein vielversprechender Duft entgegen.
Danach 3 400 – 500ml große Gefäße abkochen und bereitstellen, den Sirup abgießen (bestenfalls durch ein Mulltuch, ein Sieb musste es in unserem Fall aber auch tun), noch einmal aufkochen (im Rezept steht 20 Min., aber so viel Zeit hatten wir nicht 😉 ) und abfüllen.

Rezept-Fazit: ich finde, man schmeckt die Zitronesäure (40g) ein bisschen sehr raus. Beim nächsten Mal nehme ich nur 30 – 35g. Ansonsten sind wir sehr zufrieden. Was die Haltbarkeit angeht, kann ich leider noch kein Fazit ziehen. In meinem Einmachkochbuch steht 6 Monate, allerdings nehmen die da auch 1,5kg Zucker und 50g Säure 😉

Aus der Einmachküche: Erdbeer-Rhabarber-Holler-Marmelade

Erdbeer-Rhabarber-Holdunder-MarmeladeAuf dem Nachhauseweg von der Uni sind wir an üppigen Holundersträuchen vorbei geradelt. Da war die Tüte im Nu voll mit den aromatischen Dolden.
Was daraus werden sollte war auch klar: die leckere Marmelade, die ich schon im letzten Jahr gemacht hatte und natürlich Hollersirup (dazu später mehr).

Rezept für meine allerliebste erfundene Sommermarmelade: