Hochzeitsoutfit mal anders

Hallo zusammen. Heute gibt es nur einen Sparbeitrag, denn das Spiel läuft schon 😉

Am Samstag hat eine ganz ganz liebe Freundin geheiratet. Es war die erste Hochzeit für uns in unserem kleinen familiären Freundeskreis – dementsprechend neu und aufregend war das natürlich alles. Es war aber ein wunderbares Fest, wir haben bis tief in die Nacht gefeiert.

Klar, dass ich zu diesem besonderen Anlass etwas genäht habe. Erst sollte es ein Maxikleid werden, dann hatte ich aber plötzlich Lust auf einen Jumpsuit mit ultraweiten Beinen. Nicht das klassische Hochzeitsoutfit, aber ich finde, es passt gut zu mir und ich habe mich sehr wohl gefühlt!

Hochzeitsoutfit
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Hochzeitsoutfit
Hochzeitsoutfit

Das Oberteil habe ich selbst entworfen, den Stoff habe ich von einer aussortierten Bluse recycelt. Die Hose ist eine Abwandlung des Schnittes, den ihr schon von hier kennt. Den Chambray habe ich bei Siebenblau bestellt, ein absolut traumhafter Bio-Baumwollstoff!

Das Resultat seht ihr auf den Fotos! (Es war ziemlich windig, daher sieht es etwas aufgeplustert aus…)

Kleid = Rock + Top

Beim Bekleidungsschweden habe ich mir vor 2 Jahren ein hübsches Blümchenkleid gekauft. Wenn ich ehrlich bin nur, weil ich den Stoff so schön fand, denn die Passform war nicht besonders gut. Es war etwas kurz und der Ausschnitt saß nicht. Viel schlimmer aber: es ist aus dünnem Chiffon und damit im Sommer eigentlich untragbar, weil durchsichtig! Es sei denn, man will noch ein zweites Kleid drunter ziehen…

Kleid = Rock + Top
-note to self: erst bügeln, dann fotografieren-

Da kam es mir also gelegen, dass ich zwischenzeitlich das Nähen für mich entdeckt habe 🙂 ich wollte das Kleid zu einem Rock machen. Das ging ganz einfach. Ich habe die gesmokte Taille entsmokt, indem ich die dünnen Gummibänder von der Innenseite entfernt habe. Dann habe ich die gewünschte Länge abgemessen, den Rock abgeschnitten und aus einem Rest Chiffon, den ich noch hier hatte, einen passenden Futterrock zugeschnitten.

Die beiden Röcke habe ich rechts auf recht aneinander genäht, gewendet und 2cm neben der Naht nochmal genäht. Dabei habe ich ein kleines Stück offen gelassen. So kann man ganz einfach ein Gummi einziehen, muss das Loch nur noch verschließen und fertig ist der Sommerrock!

Da mir selbst der Minirest noch zu schade zum Wegschmeißen war, habe ich die obere Hälfte des Kleides auch noch auseinander genommen, einen Trapezförmigen Körper zugeschnitten und diesen an die Träger genäht. Den Leinenstoff hatte ich in meinem Fundus; sowohl die Farbe als auch das Material sind perfekt für heiße Sommertage.

Kleid = Rock + Top
Kleid = Rock + Top
Kleid = Rock + Top

Aus einem ewigen Schrankhüter sind so zwei echte Lieblingsteile für den Sommer geworden!

Leider gibt es kein Vorher-Foto. Ich habe das Kleid allerdings auf Kleiderkreisel entdeckt! So sah es vorher aus.

Nähmarathon zum Wochenende.

3erlei für den Sommer
3erlei für den Sommer

Puh, ich muss hier erstmal den Staub wegpusten. Ruhiger ist es auf dem Blog geworden, mit einem Arbeitsalltag und ein paar größeren Projekten. Die To Do Liste wächst und wächst sowieso schon, zu allem Überfluss hat mein Gehirn außerdem auch noch einen kreativen Anfall nach dem anderen. Daher habe ich gestern und heute gleich 3 Teile  genäht!

Die stelle ich euch aber vor. So viel Zeit muss sein. Dann wartet die To Do Liste eben noch ein wenig länger.
Heute fange ich erstmal mit meinen roten Shorts an. Die Idee kam mir gestern: Reißverschlüsse als Hingucker stehen zur Zeit ja eh ganz hoch im Kurs; außerdem sollte sie durch die Falten etwas bauschig aussehen. Ich bin recht zufrieden mit dem Ergebnis, den Schnitt werde ich für zukünftige Exemplare aber wohl doch noch optimieren.

Sommershorts
Sommershorts
Sommershorts
Sommershorts
Sommershorts
Sommershorts

Der knallrote Reißverschluss macht mir jedenfalls sofort gute Laune und ich konnte den Rest eines ehemaligen Kissenbezuges vom Möbelschweden nutzen, um den Taschen etwas Pepp zu verpassen.

Der Sommer kann kommen!

(Was aus dem Kissenbezug sonst noch so geworden ist, sehr ihr hier)

Lieblingsjacke für die Lieblingsschwester

Beim Bekleidungsschweden hat meine Schwester vor einiger Zeit einen Cardigan aus der Kategorie „Flodder“ erstanden. Die Vorliebe für solche Teile liegt eindeutig in der Familie! Der war jetzt allerdings schon ziemlich mitgenommen, ein paar Löcher hatte er und die Knopfleiste wollte auch nicht geschlossen bleiben.

Sie hat also einen neuen Cardigan bei mir bestellt, so gemütlich wie der alte sollte er sein. Der Stoff war fix ausgesucht, mit dem Schnitt habe ich allerdings ganz schön gekämpft. Ich habe die alte Jacke an den Nähten aufgeschnitten und dann erst das volle Ausmaß der Katastrophe begriffen. Die Teile waren vollkommen schief und unförmig (siehe Fotos). Es ist mir ein Rätsel, wie das produziert wurde. Naja, nach einigem hin und her habe ich mir dann dann einen passenden Schnitt gebastelt und die Jacke war fix genäht.

Knöpfe annähen durfte sie aber selbst 🙂

Jacke Lisa
Jacke Lisa
Jacke Lisa
Jacke Lisa
Jacke Lisa

Urlaub in der Tasche.

Hach, meine neue Tasche macht Lust auf einen Urlaub am Meer. Schön frisch sieht sie aus und darf mich, da ein Urlaub noch in weiter Ferne ist, nun zur Arbeit begleiten und mir Lust auf den Sommer machen!

Gestrickt habe ich mal wieder 2-fädig: ein Faden Paris (Baumwolle) und ein Faden Bomull-Lin (Baumwolle/Leinen); 7-er nadeln. Beides von Drops. Das Ergebnis mag ich farblich sehr, es passt zur gesamten Sommergarderobe!

Urlaub in der Tasche
Urlaub in der Tasche
Urlaub in der Tasche
Urlaub in der Tasche

Die Tasche ist schnell gestrickt, hier kommt eine grobe Anleitung:

  • Maschenprobe stricken und die Maße der Tasche festlegen (Breite, Höhe, Breite des Griffs)
  • Für die doppelte Breite Maschen anschlagen und im Schlauch stricken bis zur gewünschten Höhe abzüglich oberen Rand
  • Den Rand zur Hälfte stricken, dann für die Griffe die benötigte Zahl an Maschen abketten, in der nächsten Runde dieselbe Zahl an Maschen wieder aufnehmen
  • Den oberen Rand zu Ende stricken, abketten
  • Den Schlauch unten zunähen, jetzt habt ihr schon eine Tasche!
  • Einen passenden Stoffbeutel nähen, der bis zu der Kante reicht, an der der Rand anfängt
  • Stoffbeutel am Rand entlang an der Tasche festnähen, fertig!

Wer mag näht am Stoffbeutel innen noch Taschen fest, so habe ich es gemacht. Ich brauche immer Stauraum für den ganzen Kleinkram ;). Ich habe außerdem noch einen Boden angebracht, der die Tasche zusätzlich stabilisiert. Die Innentasche aus Stoff könnte man natürlich weglassen, ich finde sie aber sehr sinnvoll, da sie dem Ganzen etwas Form gibt. Das Gestrick ohne Stoff beult und hängt sich mit Füllung ziemlich aus!

Vanille & Lavendel

In der Burda von April sind wirklich ein paar hübsche Schnitte, wie ich finde. Meistens gefällt mir nur 1 Teil richtig gut, aber diesmal sind es gleich mehrere. Als ich dann den hübschen Blümchenstoff geschenkt bekam, wusste ich sofort, dass ich daraus eines der vielen Kleider nähe.

Es ist dieses Modell geworden. Der Schnitt ist mit „leicht“ gekennzeichnet und war auch wirklich gut zu verstehen. Ich habe ihn etwas abgewandelt, da ich ihn extrem weit fand; ein Stück kürzen musste ich das Kleid auch. Außerdem habe ich das Kleid gefüttert, da der Stoff so durchsichtig war.

Vanille & Lavendel
Vanille & Lavendel
Vanille & Lavendel

Besonders gut gefallen mir die Details wie die gesmokte Taille und die Bänder an den Schultern. Die Kordeln sind – wie immer – vom Lieblingsmann aus Baumwolle selbst gedreht. Die Ränder oben und den unteren Saum habe ich als kleinen Hingucker noch einmal farblich abgenäht.

Als Prototyp bin ich mit dem Kleid sehr zufrieden, lediglich der gesmokte Bereich sitzt fast ein Stück zu tief und ob ich mit dem Sitz der Schulterpartie/der Armausschnitte zu 100% glücklich bin, weiß ich auch noch nicht ;). Mal sehen, ob diesen Sommer noch ein Kleid nach dem Schnitt entsteht!

Splitterstern

Am letzten Tag vor Praktikumsbeginn habe ich mir eine neue Tasche genäht. Immer montags, wenn ich von der Arbeit direkt zum Sport düse, begleitet sie mich jetzt und bietet Platz für alles was ich brauche.

Die Anleitung für den Stern habe ich vor einiger Zeit mal entdeckt und runtergeladen (hier). Sie ist vielleicht etwas aufwändiger, aber dafür perfekt zur Stoffresteverarbeitung und das Resultat ist eine wahre Belohnung für die Mühe! Im Nachhinein ging es dann auch schneller als gedacht. Hier kommt ein kleiner Einblick in den Entstehungsprozess:

Sternensplitter
Sternensplitter
Sternensplitter
Sternensplitter
Sternensplitter
Sternensplitter

Das gesamte Vorderteil besteht aus Einzelstücken, die zusammengenäht werden, und zwar in vier Quadraten. Diese werden am Schluss dann einfach aneinander genäht. Bei mir hat irgendwie nicht alles so perfekt gepasst, vielleicht habe ich da bei den Nahtzugaben gemurkst. Macht aber nichts, das Ergebnis war dann eben ein bisschen kleiner als es sein sollte.

Sternensplitter
Sternensplitter
Sternensplitter
Innen gibt’s eine große und zwei kleinere Innentaschen, an den Seiten habe ich außerdem noch Druckknöpfe angenäht, sodass ich die Weite je nach Füllung ein wenig regulieren kann. Also im Knöpfe annähen habe ich wirklich noch Verbesserungspotenzial, das sieht nicht besonders schön aus bei mir!

DIY, refashion, aus alt mach neu…

DIY/Refashion/ausaltmachneu…immer diese Modewörter… Ich habe ein Kleid weniger ein neues T-Shirt! Entstanden ist es am selben Tag wie die Lieblingssweatjacke, beim Nähmarathon am h+h Wochenende.

Das Kleid habe ich mal im Sale ergattert: ich fand die Stickerei so schön und habe konsequent ignoriert, dass man es als Kleid kaum tragen kann, weil es furchtbar durchsichtig ist und so eigentlich nur bis zur Hüfte wirklich gut aussah.

Also habe ich es kurzerhand zum T-Shirt umfunktioniert, und das geht so:

  • Kleid anprobieren und abmessen, wie viel abgeschnitten werden kann (hängt von gewünschter Shirtlänge ab).
  • Kleid bügeln, flach auf den Boden legen. Wer (so wie ich) eine Rundung haben will, der faltet es noch in der Mitte. Ich habe zur Orientierung für die Form des Saumes ein anderes T-Shirt draufgelegt.
  • Dann einfach beherzt zur Schere greifen und in der gewünschten Form zuschneiden.
  • Untere Kante umnähen – fertig. Ich habe an den Seiten noch etwas abgenäht, es war doch etwas weit.

DIY/Refashion/ausaltmachneu
DIY/Refashion/ausaltmachneu
DIY/Refashion/ausaltmachneu

Jetzt trage ich es viel lieber als vorher, vor allem bei diesen wunderbar frühlingshaften Temperaturen!
(Die Flecken sind übrigens nur Wasser – habe zu euphorisch gebügelt 😉 )

Weihnachtsgeschenkevorstellung

Alle Geschenke sind verteilt und bevor wir in das neue Jahr starten, möchte ich sie euch noch kurz zeigen. Ich habe gestrickt und genäht, Karten gebastelt und Leckereien gezaubert (die ihr ja schon kennt).
Gestrickt hab‘ ich eine gefütterte Mütze für meinen Bruder, ein paar Socken für meine Oma und Fingerhandschuhe für meine Schwiegermama.

Geschenkevorstellung
Geschenkevorstellung
Geschenkevorstellung

Für die Karten habe ich bunten Tonkarton mit transparent-gemusterten Papieren beklebt und daraus Kugeln geschnitten. In die Karte hinein kam ein Papier. So kann man die Karte nämlich wieder verwenden, indem man einfach ein neues Papier einlegt!
Ich finde es immer schade, wenn die Karten nach den zugehörigen Festen entsorgt werden. Man kann ja auch nicht alles aufbewahren, aber jedes Mal etliche wegzuschmeißen ist auch doof. So hoffe ich, dass die eine oder andere noch ein paar weitere Leben erhält 😉
Außerdem seht ihr auf den Fotos noch Geschenkanhänger, die nach demselben Prinzip entstanden sind.

Geschenkevorstellung
Geschenkevorstellung
Geschenkevorstellung
Geschenkevorstellung

Eine Ladung Wäsche ist in den beiden Säcken besonders gut verstaut. Eine liebe Freundin und begeisterte Urlauberin erhält einen in Gelb, für ein bisschen mehr Strahlen im Leben. Und meine Schwester hat gleich ein ganzes Set inklusive Lavendelkissen und Schlafbrille bekommen, passend zur Wandfarbe natürlich in rosa 😉
Ein ebenfalls genähtes T-Shirt für den Freund ist leider gerade in der Wäsche. Das Foto füge ich aber noch ein, sobald es getrocknet ist!

Geschenkevorstellung
Geschenkevorstellung
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Tja, nun kann ich euch noch nur einen guten Rutsch wünschen. Ich freue mich schon, euch alle im neuen Jahr zu begrüßen 🙂 bis dahin, kommt gut rein!

Kleiderschrank-füllender Nähwahn

In meinem „Aus selbstgemacht wird Wildwuchs“-Post habe ich ja Großes angekündigt. Und zwar, dass im Hause Wildwuchs nun alles an Klamotten, was ich und meine röchelnde Maschine vom Können her schaffen, selbstgenäht wird.

Inzwischen sind schon 3 Stofflieferungen hier eingetroffen und verarbeitet worden, weil ich aber viel zu sehr damit beschäftigt bin, die Sachen zu tragen und weniger damit, gutes Licht zu suchen und sie zu fotografieren, habe ich nur blöde Fotos. Ich zeige euch das jetzt trotzdem alles, weil die Fotos hier schon seit Wochen auf dem Rechner schlummern.

Wie ihr seht habe ich mir nichtmal die Mühe gemacht, die Sachen zu bügeln. Entschuldigt. 😉
Auch noch wissenswert: Ich habe leider keine Overlock (im Gegenteil, meine Nähmaschine ist kurz vorm Überforderungstod), aber bisher bin ich relativ gut zurecht gekommen. Trotzdem weiß ich, dass ich hier meilenweit von der wissenschaftlichen Korrektheit des Nähens entfernt bin. Aber das ist ja immer so bei mir! Ich mach dann einfach mal drauf los…

Es sind in erster Linie Basics, denn ich wollte erstmal eine Grundausstattung anlegen, die ich mit allem (und besonders den selbstgestrickten Sachen) gut kombinieren kann. Holt euch ’ne Tasse Kaffee, lehnt euch zurück und klickt auf „weiterlesen“. Das dauert jetzt ’ne Weile.