on cloud nine

Bei Drops gibt es zwei neue Garne: Cloud & Air. Sie sind so unglaublich weich, dass ich nicht widerstehen konnte…. stand da nicht eh noch ein schwarzer Loop auf meiner Wunschliste?

3 Knäuel Air sind in meinen Korb gewandert und ich habe nach dieser Anleitung ein Set aus Mütze und Schal gestrickt (Beides zusammen wiegt nur 150g!!!). Am Besten strickt man zuerst die Mütze, so kann man den Schal einfach so lang stricken, bis die Wolle leer ist. Keine Reste, so muss das sein!

on cloud nine
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Wie ihr seht ist mein Schal ein Loop. Ich habe nur 39 Maschen (statt 45) angeschlagen, würde aber (wenn man nur 3 Knäuel verbrauchen will) noch etwas weniger empfehlen (35 oder so), denn ein paar Zentimeter länger könnte er schon sein.
Das Muster mit den Fallmaschen ist auch ganz simpel. Ich habe immer nach 16 Rippen die erste Reihe mit Fallmaschen gestrickt und nach 5 weiteren Rippen die zweite Reihe; auch hier also eine kleine Änderung zum Original.

Waldrestebaby

Nachdem ich letzte Woche ein größeres Kuscheljackenprojekt beendet habe, hat mich das Resteverwertungsfieber gepackt! Das ist auch gut so, denn das Restefach quillt schon wieder über.
Für dieses Projekt habe ich 1 einsames Knäuel Alpaca Silk in Pistazie sowie zwei Resteknäuel Wald-Sockenwolle ausgewählt. Letztere Reste waren blöderweise nicht ausreichend, sodass ich noch ein Knäuel nachgekauft habe.
Die Wahl fiel auf diese Jacke – sie wird quer gestrickt, von der rechten Blende aus über die Schulter, den Rücken bis hin zu linken Blende. Die verschiedenen Weiten des Körpers, der Passe und des Kragens entstehen durch verkürzte Reihen. Die langen Ärmel habe ich weggelassen, da ich dafür erst recht nicht genug Wolle gehabt hätte.

Waldrestebaby
Waldrestebaby
Waldrestebaby
Waldrestebaby

Dass das eine Knäuel Pistazie auch reichlich knapp sein würde, hatte ich mir schon gedacht. Daher musste ich an diversen Stellen mit dem – nachgekauften – Farbverlaufsgarn auffüllen. Ich bin mit dem Puzzle-Ergebnis aber zufrieden und hoffe, dass es irgendwann einmal gut passt!
Fazit: ein simples, nahtfreies Projekt, prima für Anfänger und noch besser für die Resteverwertung, wenn man einfach viele Minireste hintereinander strickt. Dann ergibt sich sicher eine tolle Regenbogenjacke!

Stripe Study

Die Stripe Study ist wahrlich ein Projekt zum Verlieben. Eine sehr einfache Anleitung, prima auch für Anfänger und beim Stricken wächst nicht nur der Schal sondern auch die Freude auf das Ergebnis. Warm und weich wird er ein ständiger Begleiter im Herbst und Winter sein, da bin ich mir sicher!

Stripe Study
Stripe Study
Stripe Study
Stripe Study

Was die Farbverteilung angeht habe ich mich nicht ganz an die Anleitung gehalten, da ich von dem rot zu wenig gehabt hätte. Es ist der Strang Madelintosh, den ich auf der h+h erstanden habe. Begleitet wird er von 6 Knäuel grauer Merinowolle von Drops. Beide Garne verstricken sich ganz wunderbar; an der Madelintosh liebe ich die Farbe, die graue Wolle ist allerdings deutlich weicher.
Ich habe deutlich schwerere Wolle gewählt als laut Anleitung vorgesehen. Daher ist mein Ergebnis auch eher eine als Schal/Tuch getarnte Kuscheldecke zum mitnehmen 😉 …so mag ich es!

Selbstgemachtes Waschmittel

Bio Waschmittel ist ganz schön teuer. Für eine 1,5l Flasche habe ich immer 6 Euro gezahlt. Deshalb habe ich mich umso mehr gefreut, als ich auf diversen Blogs über Rezepte für selbstgemachtes Waschmittel gestolpert bin!

So weiß ich ganz genau was drin ist und obendrein kostet mich die 1,5l Flasche jetzt weniger als 1€. Ich dosiere es allerdings etwas großzügiger, als das gekaufte 😉 Hier kommt das Rezept:

  • 30g Kernseife (Biomarkt oder Reformhaus) raspeln und mit
  • 500ml fast kochendem Wasser vorsichtig verrühren, bis die Seife aufgelöst ist.
  • 4 EL Waschsoda (dm) unterrühren
  • 1 Stunde stehen lassen, dabei immer wieder glatt rühren
  • Nach der Stunde weitere 500ml heißes Wasser vorsichtig unterrühren
  • Über Nacht stehen lassen, ab und an umrühren
  • Am nächsten morgen wieder 500ml heißes Wasser vorsichtig unterrühren
  • Abkühlen lassen, dann noch ein pflanzliches Duftöl nach Wahl unterrühren. Mit Lavendel habe ich leider wenig begeisternde Erfahrungen gemacht, es kommt einfach nicht gut durch. Deshalb bin ich jetzt auf Zitronenöl umgestiegen und nehme davon ca. 30 Tropfen.
  • In eine leere Wasser-/Waschmittelflasche füllen. Wichtig: vor jedem Waschen noch einmal durchschütteln

selbstgemachtes WaschmittelIch werde ab jetzt zu jeder weißen Wäscheladung noch einen EL Natron zugeben. Das soll ein Ergrauen verhindern! Hartnäckige Flecken von Paprika oder roter Marmelade habe ich noch nicht im ersten Waschgang rausgekriegt… aber sonst klappt es sehr gut!

Ganz wichtig ist bei der Kernseife, dass es eine gute und vor allem EDTA-freie ist. Was das Problem am EDTA ist, kann man hier nachlesen. Ich habe außerdem gelesen, dass man, wenn man ein paar kleinere Menschen zu Hause hat, eine Glycerin-freie kaufen sollte.

Lieblings Sweat-Jacke. Endlich!

Er hat bei mir schon im letzten Jahr eine Jacke aus kuschelweichem GOTS-Sweat bestellt. Leider hatte ich allerdings zu wenig Stoff bestellt… es hat nicht für die Kapuze gereicht. Daraufhin habe ich den Stoff frustriert monatelang in der Ecke warten lassen. Wie schon berichtet habe ich sie mir dann letzte Woche aber vorgeknöpft und am Wochenende fleißig genäht.

Jetzt ist sie fertig, ich bin stolz wie Oskar und er zieht sie nur aus, wenn sie gewaschen werden muss. Ich habe ziemlich mit dem Reißverschluss gekämpft. Anfangs wollte ich ihn verdeckt einnähen; ich habe sogar extra eine Heftnaht gemacht, aber ich war einfach zu unbegabt/ungeduldig/genervt und habe ihn nicht gerade eingenäht bekommen. Also ist es dann doch eine simplere Variante geworden, die ich so aber auch sehr schön finde.

Lieblings Sweatjacke
Lieblings Sweatjacke
Lieblings Sweatjacke
Lieblings Sweatjacke
Lieblings Sweatjacke

Den Schnitt habe ich im letzten Herbst übrigens von einem Kaufpullover abgenommen und dann noch entsprechend geändert, damit er besser passt. Zuerst ist nach diesem Schnitt schon vor Monaten ein Pullover entstanden, jetzt kommt diese Jacke dazu. Mit hohem Kragen natürlich, das war explizit gewünscht.
Wenn ich jetzt die gekauften Pullover im Vergleich sehe, fällt mir doch auf, dass die wirklich überhaupt nicht passen, wenn man nicht der Norm entspricht. Mit gut 1,90 Körpergröße sind die gekauften Teile einfach grundsätzlich viel zu weit oder viel zu kurz (oder eine Mischung aus beidem). Ich vermute, dass ich deshalb in der Zukunft sicherlich einen Großteil selbst nähe (wenn ich darf). Er fühlt sich wohler & es sieht besser aus. Ich würde ja gerne auch noch mit Kartoffeldruck & co experimentieren, um eigene Prints für die Pullis zu machen. Aber da muss ich noch Überzeugungsarbeit leisten…

In eigener Sache: Rettet unsere Hebammen!

Auch wenn ich noch weit davon entfernt bin, irgendwann ist es soweit. Und wenn es soweit ist, dann möchte ich, dass mich eine Hebamme zu Hause betreuen kann!!! Ich bin schockiert, dass ein so wichtiger und traditioneller Beruf (zumindest freiberuflich) regelrecht ausgemerzt wird und die Politik (bis jetzt) nichts dagegen unternimmt. Mal wieder eine wichtige, unterschreibenswerte Petition.

Viel mehr zu dem Thema sagen können aber Svenja von l’inutile, und die anderen Blogger, die dort verlinkt sind. Direkt zur Petition geht es hier.

In eigener Sache: „Monsanto – mit Gift und Genen“

Heute gibt’s mal wieder einen neuen Link bei „Gesehen“. Es geht um ein Thema, welches mir sehr am Herzen liegt, Ernährung und Landwirtschaft. Es ist eine längere aber sehenswerte Doku über Monsanto, GVOs (gentechnisch veränderte Organismen), deren Zulassung in Amerika, Auswirkungen des weltweiten Anbaus und die Rolle der FDA (Food and Drug Administration), Lebensmittelüberwachungs- und Zulassungsbehörde für Arzneimittel in Amerika.

Wer Monsanto nicht kennt: ein Agrar/Biotechnologie/Cehmiekonzern, welcher weltweit Saatgut und Herbizide (Unkrautvernichtungsmittel) vertreibt, auch GVOs.

Das Thema ist sehr aktuell und für den Laien zugegebenermaßen schwer zu durchblicken. Trotzdem versuche ich, mich damit auseinanderzusetzen. Ich will wissen, in welcher Welt ich lebe und ich will Einfluss auf die Welt nehmen, die ich meinen Kindern einmal hinterlassen werde.
In diesem Zusammenhang kann ich übrigens auch das Buch „Food Crash – wir werden uns ökologisch ernähren oder gar nicht mehr“ sehr empfehlen. Wer mich kennt darf sich das auch gerne bei mir ausleihen 😉

Auch wenn ich nur eine von milliarden Menschen auf dieser Erde bin – ich bestimme selbst, wie ich mich verhalte und ich habe den Anspruch das so verantwortungsvoll und bewusst zu tun, wie ich kann. Das gilt für den Umgang mit anderen Menschen, der Umwelt, mir selbst, für mein Kaufverhalten undundund. Perfektion anzustreben ist dabei wohl eher kontraproduktiv und ich will auch nicht behaupten, dass ich mich zu 100% korrekt verhalte – im Gegenteil!!! Aber wenn ich mich über etwas informiere oder etwas lerne, dann kann ich es auch in mein (Kauf-)Verhalten integrieren.
Ich finde es wichtig, dass wir das alle tun. Denn es macht einen Unterschied, ob ihr für eine Packung konventionelles Mehl 30 cent bezahlt oder ein zertifiziertes für 1 Euro kauft. Dass es nur eine kleine Verbesserung ist und ja längst nicht ausreicht sind ja immer die Lieblingsargumente gegen Bioeier und Demeter-Dinkelmehl. Ist das ein Grund, es daher ganz bleiben zu lassen? Wie gesagt, man kann nicht alles richtig machen. Aber jeder findet irgendwo bei sich eine winzige Kleinigkeit, die er ändern kann. Und das sollten wir dann auch tun!

Besonders aktuell wird das jetzt auch durch das transatlantische Freihandelsabkommen TTIP zwischen den USA und der EU (u. a.). Die Verhandlungen darüber werden unter Ausschluss der Öffentlichkeit und der nationalen Parlamente von Industrielobbyisten geführt. Wer die heute Show am Freitag geguckt hat nicht nur gesehen, dass ein Vertreter der deutschen Industrie auf die Frage, ob das denn noch demokratisch ist mit den Worten „demokratisch ist es nicht, aber was ist schon in diesem Leben demokratisch“ geantwortet hat, sondern auch, dass die IHK Bayern dies in ihrer Stellungnahme so einschätzt: „Die Verhandlungen dürfen ferner nicht zu früh von wirtschaftsfremden Themen, wie z. B. von sozialen und ökologischen Belangen sowie vom Verbraucherschutz, überlagert werden.“

Einmal verabschiedet, kann das Abkommen nur noch geändert werden, wenn alle Beteiligten den Änderungen zustimmen.
Dass das gesamte Thema so an uns vorbei geschleust wird, ist einfach nur traurig. Statt Nachrichten und Kommentaren über Petitionen gegen Markus Lanz sollten vielleicht lieber über so etwas mal etliche Artikel täglich veröffentlicht werden. Und mehr Leute könnten einfach mal hier vorbei schauen, vielleicht ist ja mit Demokratie doch etwas zu bewegen 😉 Ich habe die Petition unterschrieben. Was mit Markus Lanz passiert, ist mir egal.

Danke für’s durchlesen. Im nächsten Beitrag gibt’s wieder Bilder, versprochen!