Strickteile verbinden: die unsichtbare Naht

Unsichtbare NahtBei Elizzza, mit der ich das Stricken wieder neu gelernt habe, habe ich diese Naht entdeckt. Mittlerweile nutze ich sie überall, wo es sich anbietet. Zum Abschluss von Socken, gerne auch zur Verbindung von Vorder- und Rückenteil an der Schulter, auch bei der Babymütze habe ich sie verwendet. Es sieht viel schöner aus und fällt weniger auf, als das Zusammennähen nach dem Abketten.

Auf ihrer Seite gibt es auch ein Video dazu, was beim ersten Mal sicherlich hilfreicher ist. Ich zeige hier trotzdem eine kurze Foto-Anleitung, da mir das Video beim 2. 3. und 4. mal schon viel zu ausführlich und langatmig war.

Also, los geht’s:

Unsichtbare NahtVorbereitung: Es liegen 2 mal x Maschen gegenüber. Im Beispiel sind es 20 Maschen oben (Schulter) jeweils an Vorder- und Rückenteil eines Pullis. Hier also nicht die Maschen von den Teilen nicht abketten, sondern auf einer gerade nicht benötigten Nadel ablegen, bis genäht wird. Der Faden, mit dem vernäht wird, sollte 4x so lang sein, wie die Maschen breit sind. Der Faden sollte von rechts kommen, im Idealfall von der oberen Nadel, sonst von der unteren.
Unsichtbare NahtSchritt 1: von rechts in die erste Masche auf der vorderen Nadel einstechen, Masche bleibt auf der Nadel! Faden durchziehen.
Schritt 2Schritt 2: von links in die erste Masche auf der hinteren Nadel einstechen, Masche bleibt auf der Nadel! Faden durchziehen.
Unsichtbare NahtSchritt 3: von links in die erste Masche auf der vorderen Nadel einstechen, Masche von der Nadel gleiten lassen. Faden durchziehen.
Unsichtbare NahtSchritt 4: von rechts in die „nachgerückte“ erste Masche auf der vorderen Nadel einstechen, Masche bleibt auf der Nadel! Faden durchziehen.
Schritt 5: von rechts in die erste Masche auf der hinteren Nadel einstechen, Masche von der Nadel gleiten lassen. Faden durchziehen.
Schritt 6: von links in die „nachgerückte“ erste Masche auf der hinteren Nadel einstechen, Masche bleibt auf der Nadel! Faden durchziehen.
Schritte 3-6 immer  wiederholen, es endet mit den Schritten 3 und 5 bei den letzten beiden Maschen. Nun wie gewohnt den Faden vernähen.

Übrigens:

Bei Socken müssen die  verbleibenden Maschen zunächst auf 2 Nadeln verteilt werden (darauf achten, dass die Nadeln parallel zum Fuß verlaufen, nicht senkrecht). Der Vorteil bei Socken ist, dass man vorne nicht diese Spitze hat, sondern einen breiten Abschluss, der sich den Zehen besser anpasst. Oder habt ihr Füße mit einer Spitze vorne dran?